Erfolgreiche Wirtschaft braucht Gewerbeflächen

07.02.2026

„Erfolgreiche Wirtschaft – erfolgreiche Stadt“: Dieses Thema stand beim Neujahrsauftakt der Offenburger CDU im Innovationszentrum flow1986 im Fokus.

Erfolgreiche Wirtschaft braucht Gewerbeflächen
„Erfolgreiche Wirtschaft – erfolgreiche Stadt“: Dieses Thema stand beim zwölften Neujahrsauftakt der Offenburger CDU im Innovationszentrum flow1986 im Fokus. „Das wichtigste Thema ist die Unterstützung der Wirtschaft – gerade in der augenblicklichen Situation“, stimmte der Landtagsabgeordnete und Landtagskandidat Volker Schebesta die Anwesenden auf die Landtagswahl ein. Er trete an mit seiner Erfahrung als langjähriger Abgeordneter und zehn Jahren als Regierungsmitglied. Die CDU wolle das Direktmandat im Wahlkreis Offenburg erringen, führende Regierungspartei werden und mit Manuel Hagel den Ministerpräsidenten stellen.
Dafür brauche es eine ambitioniertere Wirtschaftspolitik an der Spitze der Landesregierung und eine Hightech-Agenda 2036. Außerdem gelte es, sich in der Landespolitik weiter für eine gute Finanzausstattung der Hochschule Offenburg mit Blick auf den Transfer zwischen Forschung und Wirtschaft einzusetzen.
Die innere Sicherheit sei mit der Fortsetzung der Einstellungsoffensive und der Entlastung von Verwaltungstätigkeiten durch 1.000 zusätzliche Nichtvollzugsangestellte zu stärken. Schebesta wies auch darauf hin, dass mit Sprachförderung die Startbedingungen für viele Schüler in der Grundschule verbessert werden. Im Zusammenhang mit dem Neubau des Ortenau Klinikums werde er sich weiter dafür einsetzen, dass diese Stärkung der Gesundheitsversorgung im Großraum Offenburg vom Land gut unterstützt wird.
Das anschließende Gespräch von Marco Butz, Leiter Fachbereich Wirtschaft und Stadtentwicklung bei der Stadt Offenburg, und dem CDU-Vorsitzenden Jens Herbert entwickelte eine spannende Dynamik. Butz zeigte basierend auf seinen Erfahrungen u.a. bei der IHK in Siegen auf, was den Erfolg Offenburgs ermöglicht. „Wir haben ein gutes Niveau, aber es fehlt uns an Dynamik für die Zukunft.“ Daher gelte es, u.a. die Zusammenarbeit und den Transfer zwischen gerade kleineren Unternehmen und der heimischen Hochschule zu verbessern. Dafür werde es auch bald einen Transfer-Manager geben.
Vor allem kann Offenburg laut Butz mit einem breit aufgestellten Branchenmix glänzen. Daher habe es seit langem keine großen Einschnitte bei Steuern oder Arbeitsplätzen mehr gegeben. Im weiteren Verlauf wurde den Anwesenden deutlich, dass die Offenburger Wirtschaft auch von den vielen städtischen Investitionen und Stadtentwicklungsprojekten profitiere, da die Stadt als Investor vorangehe und gewissermaßen das Feld bereite. Im Umkehrschluss profitiere auch die Wirtschaft von einem attraktiven und gut vernetzten Standort mit qualitativ hochwertigen Angeboten z.B. in Schule und Kitas.
Herbert hob hervor, dass Offenburg mit vielen Stadtentwicklungsprojekten immer ein bisschen vor der Zeit war und so von Entwicklungen profitieren konnte. Das gelte es auch weiterhin zu erhalten, damit Offenburg erfolgreich bleibt. Butz allerdings bereitet es große Sorgen, dass „wir in Offenburg keine frei verfügbaren Gewerbeflächen mehr haben“. Planungssicherheit für Unternehmen sehe anders aus. Das griff der CDU-Vorsitzende Herbert am Ende des Gesprächs auf und forderte die Anwesenden mit Blick auf den Bürgerentscheid auf, sich gut zu informieren und eine gute Wahl für die weitere Entwicklung Offenburgs und den Erhalt und die Schaffung von Arbeitsplätzen zu treffen.
Vorab bekamen die Teilnehmenden bei einer Führung durch das „flow1986“ Einblick in die Arbeit des neuen Gründer- und Start-Up-Zentrums. Dabei stellte sich mit der Picea Biosolutions GmbH auch ein Unternehmen vor, dass innerhalb von drei Jahren von drei auf mehr als 30 Mitabreitende gewachsen ist, in einer Zukunftsbranche forscht und sich klar zum Standort Offenburg bekennt.